Auenwald (-ru-). An Laetare wurde Herlinde Wolf nach 70 Jahren aktivem Singen im Festgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche am Ebersberg offiziell verabschiedet.
Angefangen zu Singen hat sie als junges Mädchen in der katholischen Jugendgruppe Ebersberg. Während der Nazi-Zeit wurde sie mit ihrer evangelischen Busen-Freundin Hilde Hagenmüller, geb. Fellmeth, und weiteren Klassenkameradinnen und Schul-Mädchen in den Bund Deutscher Mädel „aufgenommen“, wo sie Lieder wie das Deutschlandlied, „Die Fahne hoch“ oder „Es zittern die morschen Knochen..“ zu singen hatten. Später sang sie im katholischen Singkreis, den sie 1977 mitbegründete, und seit 1996 singt sie im Ökumenischen Kirchenchor Auenwald/Althütte (ÖKC).
Ihr letzter öffentlicher Auftritt war am letzten Sonntag Laetare, wo sie mit ihrer schönen Alt-Stimme im Ökumenischen Kirchenchor mitsang. Unter der umsichtigen Leitung von Dirigent Waldemar Merk zelebrierte der ÖKC die Messe breve no. 7 in C aux chapelles von Charles Gounod mit Kyrie, Gloria, Sanctus und Agnus Dei.
Pfarrer Thomas Müller überreichte der Jubilarin eine Ehrenurkunde „70 Jahre Singen zum Lobe Gottes“ unterschrieben von Bischof Dr. Gebhard Fürst, Diözese Rottenburg-Stuttgart, und eine Ehrenurkunde vom Cäcilienverband, und die zweite Kirchengemeinderatsvorsitzende Regine Pscheidl übergab einen Blumenstrauß.
Leider wird Herlinde Wolf, die am 4.März ihren 86. Geburtstag feierte, aufhören aktiv im Chor mitzuwirken, da sie nach einer Stunde Singen Probleme bekommt. Doch möchte sie noch eine Weile in den Chorproben dabei sein.
Günter Ruff.

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