Vier-Tagesausflug in die Zillertaler Alpen

Mayrhofen, Auenwald (-ru-). Einen schönen Ausflug in das Tiroler Zillertal erlebten die Mitglieder und Freunde des Posaunenchors Oberbrüden. Mit 40 Personen im Bus, dabei zwei Kinder, fuhr man gen Süden und machte einen Vesper-Zwischen-Halt in Tegernsee, wo man sich stärkte. Weiter ging's über den Achenpaß ins Inntal hinunter, wo Strass am Eingang zum Zillertal angesteuert wurde. Die hoch oben auf einem Felsvorsprung gelegene Wallfahrtskirche Maria Brettfall wurde erwandert, was sich gelohnt hat durch wunderschöne Ausblicke ins Inn- und Zillertal.
Nach Einquartierung im Laubichl zu Mayrhofen wurde am nächsten Tag die Dekanatspfarrkirche zum heiligen Vitus besichtigt, wo der Mesner mit witzigen Einlagen und Anekdoten originelle Informationen gab, unter anderem über die Heilige Notburga, die im 13.Jahrhundert lebte, sich als Köchin sehr sozial gegenüber den Ärmsten des Landes verhielt, ihnen Essensreste gab, die sie sich zum Teil selber vom eigenen Munde absparte, und sich für geregelte Arbeitszeiten der in der Landwirtschaft tätigen Knechte und Mägde einsetzte.
In der Erlebnissennerei zu Fügen wurde über die Kaserei und ihre Produkte sowie deren Herstellung
ausführlich informiert. Wichtig war zu erfahren, daß ausschließlich nur Milch aus silofreier Fütterung verarbeitet wird, sodaß ein Frischegeschmack und eine längere Haltbarkeit gewährleistet sind. Eingekauft wurden viele verschiedene Käsesorten, die obwohl gut verpackt unserem Busfahrer Peter Fohr am nächsten Tag so zuschlugen, als er den Bus öffnete,daß er fast ohnmächtig wurde.
Die Besichtigung des modernsten und wirtschaftlichsten BioMasseHeizKraftWerkes Europas in Fügen stand noch an: Hier konnte man Holz mit fast allen Sinnen erfahren, Tasten , Riechen, Sehen, Hören ….Über die Geschichte des Holzes, Verarbeitung, Produktion von Pellets und Briketts, über die Erzeugung von Strom- und Wärmeenergie, mit der die umliegenden Gemeinden und Weiler versorgt werden, bei schadstoffarmer Filter-gereinigter Abluft, wurde sehr gut informiert und regt an, in weiteren holzreichen Regionen ähnliche umweltfreundliche Kraftwerke zu installieren.
Am nächsten Tag war die Auffahrt zum Tuxer Gletscher „Gefrorene Wand“ und die Besichtigung des Natur-Eis-Palastes angesagt, leider waren die Wetterverhältnisse so schlecht, es regnete im Tal und oben schneite es, so daß alternativ eine Besichtigung der historischen Altstadt von Rattenberg, dem Geburtsort der Heiligen Notburga (siehe oben), gelegen am Inn ins Visier genommen wurde. In Rattenberg wurde auch Dr. Wilhelm Bienner, der in Schwaben geborene Jurist, Hofkanzler, wegen seiner scharfen Zunge in Ungnade bei den italienischen Höflingen und anderen Gegnern gefallen, am 17. Juli 1651 hingerichtet.
In der Kerzenwerkstatt zu Brixlegg konnte man von einfachen Kerzen, bemalten, kunstvoll verzierten Kerzen bis zu ziselierten künstlerischen Produkten und Wachs-Figuren-Kabinett Alles sehen und bestaunen, z.B. Mozart oder Sissi und auch Jesu und seine Jünger.
Drei Geburtstage wurden während des Ausfluges gebührend gefeiert:
Ingrid Ruff, Trompete, Gerhard Ellwanger, Tuba, und Michaela Bäuerle.
Ihnen und der 76-jährigen Seniorchefin der Pension Frau Kröll wurde ein würdiges Ständchen geblasen, worüber sich alle Gäste, auch die Schwyzer, sehr erfreuten.
Wie an jedem Abend fand sich pünktlich ein Schnürl-Regen ein, sodaß nach dem Abendessen zu dem Akkordeonspiel von Karl-Heinz Munz kräftig gesungen wurde und/oder Binokel, Gaigel und (Methodisten-)Skat gespielt wurde.
Der Abschiedstag rückte an, der Sonntag wurde in der Schrofenkapelle zu Burgstall mit einer schönen Andacht angegangen, wobei Renate Holder die Predigt hielt und der Posaunenchor mit etlichen Stücken untermalte. Die Kirchgänger waren so begeistert, daß daraufhin der Posaunenchor nochmals vor der Kapelle, die auf einem Hügel steht, einige Stücke in Richtung Mayrhofen schmettern mußte. Mit einem Gläschen Geistigem für die BläserInnen bedankte sich der überaus freundliche und nette Mesner.
Anschließend teilte sich die Reisegesellschaft, einige fuhren mit der historischen Dampf-Lok-ZillerTal-Bahn ab Mayrhofen talabwärts und die anderen machten eine Wanderung über und rund um die Teufelsbrücke zu Finkenberg, die eine etwa 40 Meter tiefe Klamm, durch die der Tuxer Bach fließt, überbrückt und ein seltenes Beispiel alter Tiroler Holzbautechnik darstellt.
Beim Strasser Bahnhof trafen die beiden Gruppen wieder aufeinander und genossen ein stärkendes Spätfrühstück für die Heimreise nach Auenwald.
Alles in Allem eine sehr schöne und gut organisierte Reise, die Allen Spaß gemacht hat, obwohl in den vier Tagen keine der vielen Bergspitzen zu sehen war, und wobei den Organisatoren Alfred, Ursel und Heike Brand und Erich Wahlenmaier sehr zu danken ist und natürlich auch allen BläserInnen.
Günter Ruff.

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