Unsere Evangelische Kirchengemeinde

Oberbrüden - Unterbrüden stellt sich vor: 

Unsere Kirchengemeinde ist eine von zwei evangelischen Kirchengemeinden in der bürgerlichen Gemeinde  Auenwald.

Sie umfasst die Auenwälder Teilorte Ober-, Mittel- und Unterbrüden. Hinzu gesellen sich die Höfe bzw. Weiler Trailhof, Trailhöfle, Rottmannsberg, Heslachhof, Utzenhof, Tiefental.


Brüden wurde urkundlich zum ersten Mal am 11. April 1245 erwähnt in einer Urkunde, die Papst Innocenz IV. dem Stift

Backnang ausstellte und damit eine Garantie aller zum Stift gehörenden Güter gab. Inzwischen zählt unser Ort also über 760 Lenze.

Auenwald liegt am Fuße des Schwäbischen Waldes und darf aus unserer Sicht wohl als der am schönsten gelegene Ort im Kirchenbezirk Backnang gelten. Allein schon sein Name zeugt von der wunderbaren Landschaft: Ringsum kennzeichnen Talauen und Wälder unsere Gemarkung. Es ist ein selbstbewusstes Völkchen, das sich hier tummelt Jeder Einzelne ein Urgestein! Das wird allein schon an Hand der vielen Grüppchen und Gruppen im kirchlichen und kommunal/ politischen Bereich deutlich.

 

Auf der Internetseite www.auenwald.de  können wir folgende Daten und Fakten lesen:

 

Fläche: 1977 ha, davon 665 ha Wald

Höhe: 269 – 520 m über NN

Einwohnerzahl: 6.963 gesamt davon Frauen: 3.506 (2008)

in der Region Stuttgart, Nahbereich Backnang, Rems-Murr-Kreis

 

 

Die vier vormals selbständigen Gemeinden Oberbrüden, Unterbrüden, Lippoldsweiler und Ebersberg bilden unser weitläufiges, am Fuße des Schwäbischen Waldes gelegenes Gemeinwesen.

Die Gemeinde Auenwald bietet einen hohen Freizeitwert. Die reizvolle Landschaft am Übergang von der Backnanger Bucht zum Schwäbischen Wald lädt zu Wanderungen und Spaziergängen ein. Unsere Rast- und

Spielplätze mit Grillstellen und Schutzhütten sowie die örtliche Gastronomie sind für Ihre Rast eingerichtet. Die Vereine, Kirchengemeinden, Gruppen und die Gemeinde selbst haben ein umfassendes Angebot an Sport, Festen, Veranstaltungen, Kunst und Kultur.“

Sechs Kirchen stehen in Auenwald: drei evangelische (Oberbrüden, Unterbrüden und Hohnweiler), eine katholische (Ebersberg) und zwei neuapostolische (Unterbrüden, Hohnweiler).

Davon gehören unserer Kirchengemeinde gleich zwei:

Da unsere Kirchengemeinde den Namen Oberbrüden – Unterbrüden trägt, soll nicht unerwähnt bleiben, aus welcher Urform der Name „Brüden“ entstanden sein könnte.

Da gibt es einmal das romanisierte keltische Wort „braida“, was so viel wie „umzäuntes Land bei der Siedlung“ bedeutet.

Alternativ liegt „Brüden“ ein germanischer Gewässername zugrunde. „Brudino“, davon abgeleitet „bruda “, was so viel meint wie „Brühe“. Das lässt auf schlechte Qualität des Bachwassers schließen. Dies wäre also kein Ruhmesblatt für diese Gegend.

Besser gefallen als Kirche würde uns sicherlich die Anlehnung an das mittelhochdeutsche „bruoder“ = „Bruder“ bzw. „Klosterbruder“. Historisch ist das leider nicht nachweisbar.

Bachauen, Wälder und dazwischen schmucke Ansiedlungen, umgeben von einem Kranz von Streuobstwiesen, überragt vom weithin sichtbaren Schlossbau auf dem Ebersberg, das ist das charakteristische Bild unserer Gemeinde Auenwald.

Den Namen Auenwald suchen wir auf älteren Landkarten vergebens. Er ist eine typische Neuschöpfung der Gemeindereform aus dem Jahre 1971.

 

 

(links)  Dies ist unsere ältere Im Jahr 2003 renovierte - Peterskirche in Oberbrüden.

Im Jahr 2009 wurde sie 50 Jahre alt. Eine Festschrift erzählt von ihrer Geschichte und dem Gemeindeleben.

(rechts) Das ist die Kreuzkirche in Unterbrüden.Der moderne Bau zeigt deutlich, dass es sich hier nicht nur um die jüngere Kirche, sondern dass es sich eigentlich mit den Räumen für die Gemeindearbeit im Untergeschoss um ein eigenständiges Gemeindezentrum handelt. 1971 wurde sie eingeweiht.

 

 

Der Innenraum der Peterskirche

Der Kirchsaal der Kreuzkirche

 

 

Das Leben in unserer Kirchengemeinde

Zunächst ein paar wenige Zahlen, die aber nichts Absolutes über die Lebendigkeit einer Gemeinde aussagen können.

Die Zahl (Stand März 2009) unserer Gemeindeglieder beträgt 2.273.

Die Wahlbeteiligung bei kirchlichen Wahlen lag 1989 noch bei 28,5 %, 2001 nur noch bei 18,75 %, 2008 allerdings wieder bei 26 % und 2013 sogar bei fast 30 %. Die aufsteigenden Kurven in den Jahren 2008 und 2013 zeigen, dass wir alles in allem für heutige Verhältnisse noch ein reges Gemeindeleben haben:

Wir sind - wenn wir die Mitgliederzahl betrachten – eine Durchschnittsgemeinde in der württembergischen Landeskirche.

Wenn wir genauer hinschauen, sieht es von der Struktur her etwas anders aus. Die zwei Kirchengebäude signalisieren schon, dass wir im Grunde genommen zwei kleine Gemeinden bilden. Das heißt für uns, dass wir die doppelte Zahl von Mitarbeitern benötigen, um die jeweils zwei Gruppen – wie Kinderkirche, Jungschar etc. optimal versorgen zu können.

Natürlich haben wir auch zwei Mesnerinnen. Es werden in der Regel auch zwei Gottesdienste abgehalten. Alles in allem heißt das natürlich auch, dass wir in finanzieller, betriebswirtschaftlicher und energetischer Hinsicht mehr aufbringen müssen, als das bei einer einfacher strukturierten (geschlossenen) Kirchengemeinde der Fall ist. Vier Gebäude das

Gemeindezentrum (Kreuzkirche) in Unterbrüden, die Peterskirche, das Gemeinde- und das Pfarrhaus müssen von uns unterhalten werden.

 

 

 

 

      das 1992 erbaute Gemeindehaus       und das etwa 250 Jahre alte Pfarrhaus

 

Der große Pfarrgarten muss immer wieder einmal auf Vordermann gebracht werden. Dazu zählen der Rückschnitt der alten Hecken, das Mähen der Wiese oder auch Bodenausgleichsmaßnahmen. Die meisten der Arbeiten werden in Eigenleistung mit Mitgliedern des KGRes und weiteren ehrenamtlichen Helfern durchgeführt.

Im Jahr 2010 stand die Hauptausreinigung der Orgel der Peterskirche an. Sie ist nach über 20 Jahren überfällig gewesen.

Bezahlt wurde sie aus Spenden, die uns unsere Mitglieder zukommen lassen, und über einen Weinverkauf.

Die Gemeindearbeit reicht von Jungschargruppen und Kindergottesdienst in Unter- und Oberbrüden, über Jugendkreise, Frauenkreis, Posaunenchor, ökumenischen Kirchenchor bis zur Seniorenarbeit. Wir haben auch eine Konfiband und einen Teentreff für Neukonfirmierte. Hinzu kommen einige Hauskreise, die teilweise der landeskirchlichen Gemeinschaft der Altpietisten nahe stehen und eine Bibelstunde (14-tägig), deren Besucher der Süddeutschen Vereinigung zugetan sind. Darüber hinaus hat sich eine charismatische Gruppe etabliert. Sie feiert jeden letzten Freitagabend im Monat ihren Lobpreisgottesdienst in der Peterskirche.

Wir sind dankbar für unsere aus heutiger Sicht betrachtet noch relativ gute und lebendige Kirchengemeinde mit ihren zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in Jugend- und Seniorenarbeit, im Bastelkreis und an Gemeindenfesten (z.B. im Sommer und am 1. Advent), im Posaunenchor etc..

In unserer Kirchengemeinde werden auch die Neuzugezogenen mit Brot und Salz besucht und willkommen geheißen.

Mehr und mehr vernetzen sich die evangelischen Gemeinden im Distrikt Weissacher Tal (Althütte, Lippoldsweiler/Hohnweiler, Allmersbach im Tal, Weissach im Tal) laden gegenseitig zu Veranstaltungen ein und führen gemeinsam Veranstaltungen durch (z.B. den Gottesdienst am 6. Januar / Epiphanie und den Gottesdienst im Grünen im Sommer oder die Veranstaltungen zur Reformation).

Nicht vergessen und erwähnt soll werden, dass es auch eine gute ökumenische Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche und der EmK gibt, zum einen durch den ökumenischen Kirchenchor, der im Laufe des Jahres drei ev. Kirchen und zwei kath. Kirchen bedient. Dar über hinaus finden die beiden Konfessionen in der Bibelwoche im Februar zusammen, am Weltgebetstag der Frauen und am Sonntag Rogate in der Auenwaldhalle im gut besuchten gemeinsamen Gottesdienst.

Inzwischen ist unsere Kirchengemeinde auch Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen im Weissacher Tal (ACK) und bringt sich in größere Veranstaltungsangebote mit ein (z.B. ökumenische Kirchentage und ökumenische Gottesdienste). Die Erwachsenenbildung soll nicht vergessen werden, die inhaltlich im weitesten Sinn auch von Umweltthemen geprägt ist:

In jedem Jahr findet an einem Sonntagmorgen eine vogelkundliche Wanderung unter fachlicher Leitung des NABU statt, die in einen Frühstücksgottesdienst mündet. Die Erwachsenenbildung wird aber mehr und mehr auf Distriktsebene wahrgenommen, was durchaus Sinn macht.

Der Kirchengemeinderat informiert sich regelmäßig über die Aktivitäten in der Gemeinde. Auch überörtliche Initiativen stellen sich im Gremium vor (z.B. der Arbeitskreis Asyl, das Jugendwerk Backnang u. ä.). In Sondersitzungen und gemeinsamen Wochenenden beschäftigt sich der Kirchengemeinderat z.B. mit der Liturgie, dem Thema: Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung, aber auch mit den Finanzen der Kirche.

Wir bleiben auf dem Weg und wollen das überlebenswichtige Schöpfungsthema nicht aus dem Auge verlieren. Die wichtigsten Medien unserer Öffentlichkeitsarbeit sind das wöchentliche Mitteilungsblatt der Kommune Auenwald, die Backnanger Kreiszeitung, unser vierteljährlich erscheinender Gemeindebrief, die Schaukästen vor den Kirchen, die Aushänge im Gemeindehaus und die gottesdienstlichen Abkündigungen.

Umfangreiche Informationen auch zum Umweltteam können auf unserer Homepage eingesehen werden. Die Homepage wurde aus dem Umweltteam heraus entwickelt und ist inzwischen ein wichtiger Teil in unserer Öffentlichkeitsarbeit geworden.

 

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