Ein kleiner Abriss der Partnerschaft zwischen Frauenprießnitz und der Kirchengemeinde Oberbrüden - Unterbrüden

 

Die Kirchengemeinde Oberbrüden – Unterbrüden unterhält eine Partnerschaft zu der Gemeinde Frauenprießnitz, zu der verschiedene kleine Orte (Frauenprießnitz, Thierschneck, Molau, Sieglitz, Mertendorf, Poppendorf) mit eigenen Kirchen gehören. Die nächstgelegene größere Stadt ist Jena.

Ursprünglich bestand ein Kontakt zwischen Pfarrer Dietmar Rink (Frauenprießnitz) und Familie Pfarrer Eisenhardt (Brüden)

6. November 1983: Die renovierte Kirche in Frauenprießnitz wird durch Landesbischof Werner Leich eingeweiht. (Pfarrerin Magdalena Seifert: „damals hatte sich eine große Reisegruppe aus Auenwald auf den Weggemacht, um dieses Fest mit zu feiern - den Gang durch die Ämter hatten wir glücklich hinter uns gebracht, alle hatten ihr Einreisevisum bekommen, die Brötchen für den Empfang waren schon
geschmiert - da rief Pfarrer Kuhn an: wir dürfen nicht einreisen, da der Bus kein besonderes Visum hatte, das angeblich noch notwendig war, - die Auenwälder mussten wieder zurück. Das war eine große Enttäuschung auf beiden Seiten - heute können wir uns das gar nicht mehr vorstellen, wie unmenschlich dicht die Grenzen waren.“)

Einige Stationen der Partnerschaft, wie sie Pfarrerin Seifert beschreibt:

  • Umso wichtiger war der Kontakt, der möglich war, also am Kirchweihsonntag (1983) waren dann doch einige Freunde aus Auenwald mit Privat-PKW gekommen - ich weiß aber nicht mehr, wer es alles war, also ich denke, Familie Alf auf alle Fälle, vielleicht auch Scheunemanns und Hohneckers.
  • Frau Ilse Hohnecker hatte ja die Partnerschaft Anfang der 80ger Jahre wieder belebt.
  • 1983 war trotz aller staatlichen Verhinderungsversuche dennoch so etwas wie ein Neubeginn für die Partnerschaft: unsere Senioren wurden dann nach Auenwald eingeladen im Wechsel eins
    ums andere Jahr, dazwischen kamen die Brüdener zu uns
  • Familie Kuhn hatte ein großes Interesse an den Begegnungen und das hat uns "hinter der Mauer" immer sehr gut getan
  • 1985 war eine Gruppe Jugendlicher zu Gast bei unseren jungen Leuten und da spielten die gesellschaftlichen Fragen natürlich eine große Rolle
  • im September 1989 konnte ich (Magdalena Seifert) zu einem Familienbesuch nach Öpfingen bei Ulm fahren - meine Nichte hatte Schuleinführung. Da hat mich Manfred Kuhn dann für zwei Tage nach Oberbrüden geholt und das war eine so spannende Zeit für uns aus der DDR, weil so viel in Bewegung gekommen war und wir so sicher waren, dass sich etwas ändern musste - dennoch habe ich die Kontrollen an der Grenze noch in aller Härte mitbekommen und hatte bei der Rückkehr für einen Moment das Gefühl: jetzt schließt sich die Tür zur Welt wieder, aber wie gesagt, wir waren voller Optimismus in Bezug auf die gesellschaftlichen Veränderungen.
  • am 1.Juli - Wochenende 1990 konnte dann auch von uns eine große Gemeindegruppe mit dem Bus nach Auenwald kommen - jung und alt, und es war ein tolles Erlebnis
  • durch den Wechsel im Pfarramt ist dann die Regelmäßigkeit der Begegnungen verloren gegangen
  • 1992 gab es einen Besuch bei uns - ich denke, dass damals Familie Schütz dabei war
  • 1995 waren wir noch einmal bei Ihnen - zur Einweihung des Gemeindehauses ein Jahr zuvor hatten wir grad an dem Wochenende einen Rundfunkgottesdienst hier
1996 kam eine "Delegation" mit Familie Brüning zur 800-Jahr-feier von Frauenprießnitz und zwischendrin haben vor allem Familie Alf und Familie Scheunemann und nach dem Tod seiner Frau auch Herr Hohnecker den Kontakt aufrechterhalten - auch durch private Besuche und Ihr Besuch im Sommer war wieder ein richtiger Impuls
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